Vernissage Freitag 14. Oktober 2011 19.30 Uhr
Finissage Sonntag 06. November 2011 15.00 Uhr
Öffnungszeiten
Freitag 14.00 – 19.00 Uhr
Samstag 11.00 – 17.00 Uhr
Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr
Artikel aus der Schwäbischen Post:
Fantasie paart sich bei Sam Kohn mit Dokumentation, sensible Beobachtung mit kühner Spekulation und kraftvoller, farbiger Expression. Die Ausstellung „Mythen und Geschichten“ ist noch bis Sonntag, 6. November, in der Essinger Schloss-Scheune zu sehen.
„Er schreckt vor nichts zurück in seinem künstlerischen Forschungsdrang“, sagte Wolfgang Nußbaumer, der die Ausstellung eröffnete. „Schöpferische Fantasie walten zu lassen, ist des Künstlers oberste Pflicht“. Der gelernte Werbedesigner erfülle dieses Postulat in einem unerschöpflichen Bildertaumel. Dabei sei Sam Kohn nicht zu fassen. „Sobald man ihn in einer stilistischen Schublade sichergestellt zu haben meint, kräht er vergnügt aus einer anderen“ erläuterte Nußbaumer. So kann der Besucher in der Essinger Schloss-Scheune eine expressionistische Landschaft, in der die Naturfarben durch Gefühlswerte ersetzt werden, ebenso sehen, wie vom Heavy Metal vibrierender magischer Realismus oder ein tachistisches Dschungelfarbfest im Geiste der jungen Wilden.
Nußbaumer bescheinigte Sam Kohn eine weitere Gabe: er fabuliere meisterhaft. Den Mythos erfinde er selbst, eben Schöpfungsgeschichte nach Sams Art.
In seiner ausgestellten Bildergeschichte macht Sam Kohn mit einem kunterbunten Personal vertraut, das gleichzeitig auf den Jugendstil verweist und Abstraktion. „Dieser Sam Kohn schippert als Freibeuter der Stile durch die Kunstszene der Ostalb“, erläuterte Wolfgang Nußbaumer. Geometrische Formen, vorzugsweise Ringe, würden aber fast alle Bilder durchziehen. „Stets ist Sam Kohn ein staunendes, ein überraschendes, verständnisvolles und einfühlsames Medium, um Momente, Abläufe und Zustände festzuhalten und widerzuspiegeln“, schloss Wolfgang Nußbaumer.